Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist eine gemeinnützige private Stiftung und hat zwei Aufgaben: bedrohte Kulturdenkmale zu bewahren und für den Gedanken des Denkmalschutzes zu werben, um möglichst viele Bürger zur Mithilfe zu gewinnen. Sie ist die größte Bürgerinitiative für Denkmalpflege in Deutschland und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Die Förderkriterien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Die Stiftung tritt dort ein, wo staatliche Mittel nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Dieses Ziel ist in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Etats mehr als jemals zuvor eine gemeinschaftliche Herausforderung. Die Mittel der Stiftung kommen Bürgerhäusern ebenso zugute wie Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen, technischen Denkmalen ebenso wie Schlössern, Burgen und Herrenhäusern, Parkanlagen ebenso wie Stadtmauern und archäologischen Grabungen. Vorausgesetzt, die Projekte sind nach den gesetzlichen Kriterien anerkannte Denkmale. Die wichtigsten Faktoren für die Vergabe der Fördermittel sind die akute Gefährdung eines Denkmals sowie dessen kulturgeschichtliche Bedeutung, aber auch das Engagement des Denkmalbesitzers. Die zahlreichen an die Stiftung gerichteten Anträge begutachtet die Wissenschaftliche Kommission im Rahmen des vom Vorstand beschlossenen Haushalts.
 
Die finanziellen Förderungen der Stiftung ergänzen die staatliche Förderung, sie ersetzen sie nicht. Sie wollen Bund und Länder nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Deshalb fließen die Mittel vorrangig in die Erhaltung und Wiederherstellung von Denkmalen, die sich im Besitz von gemeinnützigen Einrichtungen, Kirchengemeinden, Kommunen oder Privatpersonen befinden. Oft wirken die Mittel der Stiftung als Initialzündungen und setzen zusätzliche Geldquellen frei.

Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Eine Erfolgsgeschichte

Gemeinsam mit vielen Bürgern ist es der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bisher gelungen, über 3.400 Baudenkmale zu retten und zu bewahren. Mehr als 180.000 Förderer vertrauen der Stiftung ihre Spenden an.

Denkmalschutz "live" erleben: Der „Tag des offenen Denkmals"

Die Sensibilisierung für den Denkmalschutz ist der zweite wichtige Auftrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. So koordiniert die Stiftung den bundesweiten Tag des offenen Denkmals, der jedes Jahr im September stattfindet. Dieser Beitrag zu den European Heritage Days ist mit 7.000 geöffneten Bauwerken und mehr als vier Millionen Besuchern inzwischen zu einer der größten Kulturveranstaltungen in Deutschland avanciert. Informativ und unterhaltsam berichtet die Stiftung mit der Zeitschrift Monumente regelmäßig ihren Förderern, was mit ihren Spenden geschieht. Mehr als zwanzig themenbezogene Monumente-Reisen pro Jahr ermöglichen es, sich vor Ort über die Projektarbeit berichten zu lassen.

Quelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz.